Die Ausgangslage
Der Bau des Aquaparks begann 2004 und kam noch im selben Jahr zum Stillstand. Nach mehreren Jahren musste die Stadt vor weiteren Investitionen klären, welche vorhandenen Konstruktionen, Ausrüstungen und Planungen technisch und wirtschaftlich noch nutzbar waren. Im Mittelpunkt stand die Entscheidung, den bestehenden Projektansatz fortzuführen oder das Vorhaben neu aufzustellen.
Beitrag zum Projekt
2009 wurde Frank-Michael Adam als internationaler Sachverständiger und Auditor beauftragt. Er leitete die Begutachtung, erarbeitete die technische Bewertung und formulierte die Schlussfolgerungen zu Bausubstanz, Ausrüstung, ausgeführten und noch erforderlichen Leistungen sowie den Bedingungen einer Fortführung.
Schwerpunkte des Mandats
- Zustand und Wiederverwendbarkeit vorhandener Konstruktionen und Ausrüstung bewerten.
- Ausgeführte Leistungen, Restleistungen sowie wirtschaftliche und vertragliche Fragen einordnen.
- Bedingungen für eine verantwortbare Fortführung und das anschließende Planungs- und Auswahlverfahren entwickeln.
Das Ergebnis
Eine Fortführung war technisch grundsätzlich möglich, erforderte jedoch klar definierte Sanierungs-, Planungs-, Genehmigungs- und Organisationsmaßnahmen. Die Stadt berücksichtigte die Expertise bei ihrem Beschluss vom Dezember 2009, einen neuen Wettbewerb durchzuführen. Nachdem das erste Auswahlverfahren ohne Zuschlag geblieben war, wirkte Adam 2010 an der Überarbeitung der Wettbewerbsbedingungen und der Einbindung qualifizierter internationaler Planungsunternehmen mit. Damit wurde aus einer jahrelang blockierten Bausituation eine strukturierte Entscheidungsfrage: Was ist technisch weiter nutzbar, was muss saniert oder neu geplant werden, und unter welchen Bedingungen kann ein neues Auswahlverfahren verantwortbar gestartet werden?
Das Vorhaben wurde später auf neuer Planungsgrundlage weitergeführt und 2017 als Aquapark Obshoron eröffnet.
